Der erste Einsteigerkurs 2017Seit letzen Freitag (21.04.2017) hat bei uns auch wieder für die Neueinsteiger die Saison begonnen. So fanden sich sechs Interessierte am Bogenplatz ein, um unter der Anleitung von Sabine Fünfgelder und Marcus Seitz ihre ersten Erfahrungen mit dem Bogenschießen zu sammeln.

Das Wetter hatte ein Einsehen, so dass es zu Beginn überraschend freundlich und trocken war, obwohl die Vorhersage etwas ganz anderes prophezeite. So hatten die Neueinsteiger viel Spaß beim Kennenlernen der einzelnen Bestandteile eines Recurve-Bogens, des Einübens des richtigen Bewegungsablaufes beim Bogenschießen und dem Kennenlernen der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit dem Bogen.

 

Der kleine Platz (0-30m)Am 01. April haben sich bei schönem, sonnigen Wetter über 20 Mitglieder auf unseren Bogenplätzen eingefunden, um sie für die kommende Sommersaison vorzubereiten. Nach zwei Stunden Arbeit waren beide Plätze wieder hergerichtet:

Es mussten die Netze aus der Halle auf den Platz gebracht werden, die Hallenständer mussten wieder in ihre Sommer-Lagerstätten eingeräumt werden, die großen Stramit-Scheiben und die Compound-Scheiben wurden auf die Plätze transportiert und dort auf die stabilen Scheibenständer montiert. Diese wurden exakt positioniert und auf die korrekten Entfernungen gestellt. Zusätzlich mussten noch einige neue Netze mit Haken und Ringen versehen werden und dann gemeinsam mit den schon im Vorjahr verwendeten Netzen auf die Stahlrohre aufgefädelt werden, damit wir sie dann - ähnlich einem Vorhang - einfach auf- und zuziehen können.

Der große Platz (40-70m)Zusätzlich wurden noch die Stühle, Bänke und Tische unter unserer Überdachung gereinigt. Nun können unsere beiden Plätze wieder für das Gruppentraining bzw. das freie Training genutzt werden. Ein herzliches Dankeschön allen Helfern, ohne die dies nicht zu schaffen gewesen wäre.

Nach getaner Arbeit haben sich dann alle erst mal ein Weißwurstfrühstück schmecken lassen, bevor dann der eine oder andere gleich ausprobierte, wie es sich wieder im Freien schießt.

 

 

 

Die Sieger der Rundenwettkämpfe im Gau 2017: G. Renner, S. Fünfgelder, O. Fünfgelder, P. RockErstmalig in der Geschichte der Bogenschützen der Spielvereinigung Roth konnte sich die erste Mannschaft bei den Rundenwettkämpfen auf Gau-Ebene gegen alle anderen Vereine durchsetzen.
Die Mannschaft, bestehend aus Sabine und Oliver Fünfgelder, Gerhard Renner und Patrick Rock hat es in diesem Jahr geschafft, selbst die jahrelangen erfolgreichen Schützen der PFSG Schwabach auf den zweiten Platz zu verweisen.
Insgesamt nahmen an den Wettkämpfen der Hallensaison neben zwei Mannschaften der SpVgg Roth noch zwei Mannschaften der PFSG Schwabach und jeweils eine Mannschaft der Bogenschützen aus Rednitzhembach, Schwand, Kornburg, Katzwang, Röttenbach und Allersberg teil.

Über den Winter verteilt hatten sich nach einem festgelegten Zeitplan je zwei Mannschaften zu einem Wettkampf eingefunden, in dem jeder Schütze auf die Hallenentfernung von 18m jeweils 30 Pfeile zu schießen hatte. So hatte jede Mannschaft insgesamt neun Wettkämpfe zu bestreiten.
Um die unterschiedlichen Bogenarten (Compound, Recurve oder Blankbogen) miteinander vergleichbar zu machen, werden die erzielten Ergebnisse jedes Schützen mit einem Faktor multipliziert, der Bogenart-spezifisch ist.
Die Mannschaft SpVgg-II: H. Kraetsch, C. von HArdenberg, M. Schneider, Ph. Bauer; nicht im Bild: C. SpäthMit einem Satzergebnis von 18:0 Punkten und insgesamt 7268 Wertungspunkten war die erste Mannschaft aus Roth im Durchschnitt etwa 10 Ringe pro Wettkampf besser als die nachfolgende Mannschaft aus Schwabach. Und den Entscheidungswettkampf SpVgg Roth I gegen PFSG Schwabach I konnten die Rother mit 807 zu 806 Punkten haarscharf für sich entscheiden.
Die zweite Rother Mannschaft (bestehend aus Cornelia von Hardenberg, Philipp Bauer, Hansi Kraetsch, Manfred Schneider und Carl-Luca-Späth) konnte sich auch noch auf einen sechsten Platz kämpfen, was auch nur durch eine sehr gute Mannschaftsleistung zu erreichen war. Insgesamt hatten sie am Ende 10:8 Satzpunkte und 6707,20 Wertungspunkte.

Die Gesamttabelle ist hier zu finden.

Insgesamt hat die SpVgg Roth mit ihren beiden Mannschaften in dieser Saison gezeigt, wo die Leistungsspitzen im Bogenschießen in unserem Gau beheimatet sind. Darauf sind wir zu Recht stolz.

Sabine Fünfgelder bei der Bayerischen Meisterschaft Halle 2017Die SpVgg Roth war in diesem Jahr mit insgesamt drei Schützen auf der bayerischen Hallenmeisterschaft der Bogenschützen vertreten. So konnten am 04. Februar Sabine und Oliver Fünfgelder und Carl-Luca Späth in Hochbrück an den Start gehen.

Für Oliver Fünfgelder war es die erste bayerische Meisterschaft, an der er als Schütze teilnahm. Er hatte mit seinen diesjährigen Qualifikationsergebnissen ein wenig Glück, so dass er sich für diesen Wettkampf überhaupt qualifizieren konnte. Somit ging es für ihn primär darum, dabei zu sein. Er blieb leider auch - vielleicht nervositätsbedingt - hinter seinen Trainingsergebnissen zurück. In der ersten Runde erzielte er nur 268 Ringe. In der zweiten Hälte konnte er zwar 272 Ringe erreichen, das reichte aber letzlich nur für Platz 28 bei der Herren-Altersklasse Compound.

Für Sabine Fünfgelder war es schon der zweite Start auf einer bayerischen Hallenmeisterschaft. So war sie auch - wie so oft - praktisch nicht aufgeregt. Trotzdem konnte sie nur 273 Ringe im ersten Durchgang und 276 Ringe im zweiten erzielen. Damit hatte sie 549 Ringe in Summe, was ihr Platz 13 einbrachte. Sie konnte sich damit zwar um vier Ringe gegenüber dem letzten Jahr steigern, dies entsprach jedoch überhaupt nicht ihren eigenen Erwartungen.

Carl-Luca Späth bei der bayerischen Meisterschaft Halle 2017Für Carl-Luca Späth war es sicherlich nicht die erste Meisterschaft, aber die erste in der Schülerklasse-A. Auch hatte er sich - anders wie in der Vergangenheit - aus eigener Kraft für diesen Wettkampf qualifiziert und nicht durch ein Mannschaftsergebnis mit anderen, sehr guten Schützen. Neu war für ihn auch, dass er sein gesamtes Training bei Oliver Fünfgelder in Roth und Feucht absolviert hatte. Denn er ist erst seit etwa Mitte 2016 bei der SpVgg Roth. Er hatte eine konsequente Wettkampfvorbereitung hinter sich. So erreichte er in der ersten Runde 267 Ringe und in der zweiten dann sogar 270 Ringe. Sein Gesamtergebnis (517 Ringe) brachte ihm dann auch den verdienten 15. Platz von 39 Startern ein, bei dem er nur noch fünf Schützen aus dem Bezirk Mittelfranken an sich vorbei ziehen lassen musste.

Auch wenn die Rother Schützen mit ihren Ergebnissen nicht so ganz zufrieden waren, hatten sie doch eines erreicht: es gibt keinen anderen Verein im Gau Schwabach-Roth-Hilpoltstein, der sich mit so vielen Schützen für diese Meisterschaft qualifizieren konnte. Damit wird die Rolle der aufstrebenden Bogenschützen der SpVgg Roth in unserem Gau wieder einmal deutlich.

Die Bogenschützen im SchneeErstmalig wurde in Roth das Drei-Königs-Schießen für Bogenschützen durchgeführt. Normalerweise schießen die Bogenschützen in der Zeit von Oktober bis Ende März ausschließlich in der Halle. Eigentlich möchten die Schützen die Witterungsbedingungen der kalten Jahreszeit meiden.

Anders in diesem Jahr bei der Spielvereinigung in Roth. Auf Initiative der dortigen Bogen-Abteilungsleiterin, Sabine Fünfgelder, wurde ein Wettkampf mit ganz eigenen Regeln durchgeführt. Warum sollten nur Biathlethen im Winter schießen können? Das galt es zu beweisen.

Kleine AndenkenAm 6. Januar hatte es Petrus einerseits sehr gut mit den Bogenschützen gemeint. So war es ein herrlich sonniger Tag, der Bogenplatz war mit schönem Pulverschnee bedeckt, also eigentlich ideale Bedingungen für einen Bogenwettkampf. Wenn da nicht die Temperaturen wären. In der Nacht zuvor hatte es noch -15° gehabt, und auch am frühen Nachmittag des Tages waren es nicht mehr als -9°. Mit diesen Bedingungen galt es, sich anzufreunden.

Um das Ganze etwas angenehmer zu gestalten, gab es für alle Zuschauer und auch für die Schützen Glühwein und Kinderpunsch. Zusätzlich wurde der Grill angeschürt, so dass er einerseits für die Bratwurstbrötchen zur Stärkung als auch zum Wärmen eventuell kalter Hände verwendet werden konnte.

Frank Klaßmüller - Bogenkönig 2017Insgesamt galt es, bei diesen Bedingungen 30 Pfeile auf eine Distanz von 18 Metern zu schießen. Da die Schützen aber ganz unterschiedlichen Altersklassen (9 bis 59 Jahre) und Bogenklassen (Recurve und Compound) angehörten, war ein Vergleich untereinander nicht wirklich möglich. Zusätzlich wurde ein Vergleich durch die unterschiedlich großen Auflagen (20cm bis 60cm) erschwert.

Daher wurde ein ganz anderer Modus gewählt: Vor ein paar Monaten hat jeder Schütze bei der Vereinsmeisterschaft schon einmal auf die Distanz von 18 Metern geschossen. Mit diesem Vergleichswert musste sich nun jeder messen. Wer das besste Ergebnis im Verhältnis zu seinem eigenen Vereinsmeisterschaftsergebnis erzielt, der ist Sieger.

So fanden sich dann doch 14 Schützen aus Roth und von den befreundeten Bogenschützen aus Feucht ein. An Altersklassen war ein kompletter Querschnitt geboten: Schüler-B, Schüler-A, Jugend, Herren, Damen und Herren-Altersklasse waren vertreten.

Gewonnen hat dieses - nicht immer todernste - Turnier Frank Klaßmüller (SpVgg Roth), der immerhin 224% seines Vereinsmeisterschaftsergebnisses erringen konnte. Auf Platz 2 folgte Sabine Fünfgelder, diesmal nicht mit ihrem Compound-Bogen, sondern ganz unerwartet mit dem Recurve-Bogen. Sie erzielte stolze 118% vor Carl-Luca-Späth (SpVgg Roth), der noch 110% erreichen konnte.

Alle Teilnehmer erhielten als kleine Erinnerung eine kleine "Königsfigur" und eine Urkunde.