Wassermelone auf 100m getroffenDie Entfernung der Torlinien auf dem A-Platz der SpVgg beträgt 100 Meter. Einige unserer AH-Fußballer, allen voran Ralf Distler, waren der Meinung, dass es nicht klappt, von einer der Linien bis zur anderen zu schießen. Darum wettete er mit der Bogenabteilung, dass es keiner schaffen würde, auf diese Entfernung eine Wassermelone zu treffen.

Diese Herausforderung nahmen die Bogenschützen natürlich an. Auch wenn die Wettkampf-Entfernungen maximal 90 Meter betragen, war man sich sicher, dass dies klappen müsste.

So trafen sich nach dem Bogenlauf im Juli Hansi Kraetsch, Philipp Bauer, Thomas Späth (Vater unseres Mitgliedes Carl-Luca Späth) und Oliver Fünfgelder, um die Wette einzulösen. Die Entfernung war vorher ausgemessen worden, so dass die Schützen ihre Schießlinie genau im geforderten Abstand zur Melone hatten. Nach dem Einschießen und dem damit notwendigen Einstellen der Visiere ging es dann los. Schon mit seinem ersten Pfeil traf Oliver Fünfgelder mitten in die Wassermelone. Aber auch Thomas Späth traf noch in der ersten Passe. Damit war bewiesen: es geht.

Ralph Distler stand natürlich zu seinem Wetteinsatz (ein Kasten Bier), den sich die Schützen danach zu Gemüte führten. Selten hatten wir bei einer so schwierigen Aufgabe so viel Spaß.

Die Gewinner des Bogenlaufes 2016Seit zwei Jahren verfolgt unser Mitglied Ali Ahlborn die Idee, einen Bogenlauf zu organisieren. Ende Juli war nun endlich die Möglichkeit gekommen, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Bei dem Fun-Bogenlauf geht es darum, ähnlich einem Biathlon, sowohl drei Runden einer Laufstrecke (je 400m) zu bewältigen als auch dazwischen mit dem Bogen noch möglichst gut zu schießen. Jeder Fehlschuß gibt Zeitaufschlag, jeder 10er gibt eine Zeitgutschrift.

Insgesamt fanden sich 13 Teilnehmer zu diesem Event ein. Nach dem Einschießen gab Ali für alle den Startschuß. Er hatte die Laufstrecke genau abgemessen und sich auch um das entsprechende Personal zur Zeitmessung gekümmert. Die meisten gingen die erste Laufstrecke sehr schnell an, so dass beim darauffolgenden Schießen auf 18 Meter mehr nach Luft geschnappt als ruhig geschossen werden konnte. Aber jeder hat seinen eigenen Weg gefunden, die drei Pfeile weitgehend ins Ziel zu bringen. Dann ging es auf die zweite Runde der Laufstrecke. Hier zeigte sich dann schon deutlich, wer in der ersten Runde zu schnell für seine Verhältnisse gestartet war, denn das Feld zog sich schon deutlich in die Länge. Beim zweiten Schießen waren die Ergebnisse dann teils sehr durchwachsen. Wer dabei Defizite zeigte, konnte sich nun noch in der dritten Laufrunde verbessern.

Souveräner Sieger wurde Philipp Bauer. Er konnte damit den Pokal in Gold erringen. Silber ging an Marco Grießmeier und Bronze erreichte Carl-Luca Späth.

Alle Beteiligten hatten bei diesem Bogenlauf viel Spaß und waren der Meinung, dass wir dies auch im nächsten Jahr wiederholen sollten.

Die erfolgreichen Teilnehmer der FITA-AbnahmeAm letzten Juli-Wochenende fand das zweite Mal in diesem Jahr eine Abnahme der Leistungsnadeln des FITA-Beginner-Awards statt. Die FITA-Abzeichen sind Leistungsabzeichen, ähnlich den Sportabzeichen in anderen Sportarten. Das Besondere an den FITA-Abnahmen ist, dass es hierbei einen internationalen Abnahme-/Leistungskatalog gibt, den es zu absolvieren gilt. Die Anforderungen beziehen sich hierbei nicht nur auf die erzielten sportlichen Leistungen, sondern auch auf mehrere Kenntnisse und Fähigkeiten, die der Bewerber in einer Prüfung nachweisen muss.

Die FITA-Leistungsabzeichen gibt es in insgesamt sieben Stufen:

Für Schüler bis 12 Jahren gibt es die FITA-Federn in rot und gold. Der Prüfung zur goldenen Feder stellte sich Robin Klaßmüller, der alle Teile der Anforderungen souverän meisterte.

Für alle älteren gibt es die FITA-Pfeile in den Farben weiß, schwarz, blau, rot und gold. Alle Prüfungen bauen aufeinander auf und steigern sich in den Anforderungen an die Schießergebnisse und die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse.

Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung:

Robin Klaßmüller bei seiner FITA-AbnahmeGoldene Feder

  • Robin Klaßmüller

Weißer Pfeil

  • Sylvia Ahlborn
  • Lea Beck
  • Waldemar Blank
  • Frank Klaßmüller
  • Anne Kokoska-Ruppert
  • Uwe Neugebauer
  • Carl-Luca Späth
  • Claudia Späth
  • Thomas Späth
  • Leo Ruppert
  • Peter Zippel

Schwarzer Pfeil

  • Ali Ahlborn
  • Marco Grießmeier

Blauer Pfeil

  • Maximilian Hofer

Roter Pfeil

  • Cornelia von Hardenberg
  • Hansi Kraetsch
  • Oliver Fünfgelder

Goldener Pfeil

  • Philipp Bauer


Mit Philipp Bauer hat nun das erste Mitglieder der SpVgg Roth die höchste Stufe erreicht. Wir hoffen natürlich, dass es ihm noch möglichst viele gleichtun. Die nächste FITA-Abnahme ist spätestens für das nächste Jahr geplant.

Finale: Kristina Heigenhauser (li.) gegen Sabine Fünfgelder (re.)Die diesjährige bayerische Meisterschaft wurde vom SC Olching (bei München) ausgerichtet. Mit viel Liebe zum Detail wurde diese Veranstaltung durchgeführt. Für die Schützen war es eine wirkliche Bereicherung im Vergleich zu den Vorjahren. Denn normalerweise findet eine bayerische Meisterschaft immer in Hochbrück auf dem BSSB- Bogenplatz statt, der weder von der Nord-Süd-Ausrichtung, noch von den Windverhältnissen geeignet war, um eine derartige Bogenveranstaltung durchzuführen.

Da der BSSB nun in diesem Jahr begonnen hat, den Platz grundlegend neu aufzubauen und damit zumindest für vernünftige Lichtverhältnisse, Verpflegungsmöglichkeiten etc. zu sorgen, musste ein Ausweich-Ausrichter her. Dieser wurde im SC Olching gefunden. Der BSSB Bogenreferent Ernst Schuh, der mit dieser Veranstaltung auch seinen Rückzug in den wohlverdienten Ruhestand bekannt gab, stellte unter dem Jubel der anwesenden Schützen sogar in Aussicht, dass auch im nächsten Jahr die Bayerischen Meisterschaften noch einmal außerhalb von Hochbrück geschossen werden könnten.

Für die SpVgg Roth ging Sabine Fünfgelder in der Damen-Compound-Klasse an den Start. Sie konnte sich ja seit der Gaumeisterschaft im Mai über mehrere Wettkämpfe immer weiter steigern. So ging sie mit der Hoffnung an den Start, in diesem Jahr wieder an die Leistungen anknüpfen zu können, die sie vor zwei Jahren erbringen konnte, bevor sie unfallbedingt über ein Jahr aussetzen musste.

Zu schießen waren - wie in dieser Klasse üblich - 72 Pfeile auf die Distanz von 50 Metern auf eine 80cm Spot-Auflage, d.h. die inneren sechs Ringe einer normalen 80er Auflage. Damit hat das Gold der Scheibe gerade mal 16cm im Durchmesser. Und dieses galt es möglichst mittig zu treffen.

In der ersten Runde war Sabine noch mit schwankenden Ergebnissen beschäftigt, konnte jedoch trotzdem 325 Ringe erzielen. Nach einer halben Stunde Pause ging es dann an die zweite Runde, in der durch auffrischenden Wind ein paar mehr Probleme auftraten, so dass das Ergebnis der zweiten Runde "nur" 321 Ringe betrug. Mit der Gesamtsumme von 646 Ringen hatte Sabine aber sowohl einen persönlichen Rekord erzielt als auch den Vereinsrekord wieder um 13 Ringe verbessern können.

Mit diesem Ergebnis erreichte sie den achten Platz der Qualifikation. Dies führte zur nächsten kleinen Sensation: Sabine stand im Finale der bayerischen Meisterschaft. In einem Finale schießen die besten acht Schützen einer Startklasse in einem KO-System gegeneinander. Die Regeln schreiben vor, dass nun der erste gegen den achten der Qualifikation, der zweite gegen den siebten etc. zu schießen hat. Damit musste sich Sabine einer Aufgabe stellen, die derzeit auf der Welt nur für ganz wenige schaffbar ist: Die erste der Qualifikation war Kristina Heigenhauser, die bis zum letzten Dezember noch Weltmeisterin in dieser Disziplin war. Auch das restliche Finale dieser Meisterschaft konnte sich sehen lassen: mit Sabine, Patrizia und Sigrid Sauter waren die amtierenden deutschen Mannschaftsmeister bei den Damen-Compound dabei und Vanessa Bui wird Deutschland bei den Paralympics in Rio vertreten. Komplettiert wurde das Finale durch Anja Merkel aus Moosbach und Diana Kiehl aus Pfaffenhausen.

In einem Finale werden fünf Passen á drei Pfeilen geschossen. Hier konnte Sabine lange Zeit ganz gut mithalten. Sie konnte sogar eine 30er Passe für sich verbuchen. Trotzdem unterlag sie Kristina mit 138 zu 145 Ringen. Die 138 Ringe ermöglichten es ihr aber, sich im Gesamtergebnis noch auf einen geteilten fünften Platz vorzuschieben. So hatte sich die lange und intensive Vorbereitung mit ihrem Trainer und Coach Horst Spieß aus Schwaig letztendlich hoch bezahlt gemacht. Aber damit ist die Saison für sie noch nicht beendet: mit den erreichten Ringen wird sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit für die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft qualifiziert haben, die vom 26.-28. August in München stattfinden wird.

 

Sabine Fünfgelder gewinnt Damen CompoundAm 26. Juni fand das diesjährige Guckenturnier der Bogenfreunde Dinkelsbühl statt. Sabine und Oliver Fünfgelder gingen hierbei in den Klassen Compound-Damen und Compound-Herren für die SpVgg Roth an den Start. Das liebevoll vorbereitete Turnier fand in diesem Jahr bereits das 23. Mal statt.

Bei diesem Turnier wird eine sogenannte kleine Fita-Runde geschossen, d.h. es werden die Entfernungen 50m und 30m mit jeweils 36 Pfeilen geschossen. So wählen viele Wettbewerbs-Neueinsteiger dieses Turnier, weil die Entfernungen noch nicht so groß sind und sie damit erste Wettbewerbserfahrungen sammeln können, ohne gleich auf 70m schießen zu müssen. Bei den "alten Hasen" ist dieses Turnier eher daher beliebt, da es sehr liebevoll vorbereitet ist und die Grillbratwürste und Steaks aus Dinkelsbühl bei den Bogenschützen einen sehr guten Ruf haben.

Oliver kam relativ schlecht in diesen Wettkampf, so dass er in der ersten Runde nur 304 Ringe (ca. 10 weniger als vor zwei Wochen auf der Bezirksmeisterschaft) erreichen konnte. In der zweiten Runde konnte er auf 30m fast seinen persönlichen Rekord einstellen. Er erreichte 341 Ringe und damit 645 in der Gesamtwertung, was ihm den vierten Platz bei den Herren Compound einbrachte.

Auch Sabine kämpfte mit den wechselnden Lichtverhältnissen, so dass auch sie nur 310 Ringe in der ersten Runde erringen konnte. Nach dem Mittagessen erreichte sie dann mit 345 Ringen einen neuen Vereinsrekord und siegte mit 655 Ringen insgesamt bei den Damen Compound.