Die Bogenschützen im SchneeErstmalig wurde in Roth das Drei-Königs-Schießen für Bogenschützen durchgeführt. Normalerweise schießen die Bogenschützen in der Zeit von Oktober bis Ende März ausschließlich in der Halle. Eigentlich möchten die Schützen die Witterungsbedingungen der kalten Jahreszeit meiden.

Anders in diesem Jahr bei der Spielvereinigung in Roth. Auf Initiative der dortigen Bogen-Abteilungsleiterin, Sabine Fünfgelder, wurde ein Wettkampf mit ganz eigenen Regeln durchgeführt. Warum sollten nur Biathlethen im Winter schießen können? Das galt es zu beweisen.

Kleine AndenkenAm 6. Januar hatte es Petrus einerseits sehr gut mit den Bogenschützen gemeint. So war es ein herrlich sonniger Tag, der Bogenplatz war mit schönem Pulverschnee bedeckt, also eigentlich ideale Bedingungen für einen Bogenwettkampf. Wenn da nicht die Temperaturen wären. In der Nacht zuvor hatte es noch -15° gehabt, und auch am frühen Nachmittag des Tages waren es nicht mehr als -9°. Mit diesen Bedingungen galt es, sich anzufreunden.

Um das Ganze etwas angenehmer zu gestalten, gab es für alle Zuschauer und auch für die Schützen Glühwein und Kinderpunsch. Zusätzlich wurde der Grill angeschürt, so dass er einerseits für die Bratwurstbrötchen zur Stärkung als auch zum Wärmen eventuell kalter Hände verwendet werden konnte.

Frank Klaßmüller - Bogenkönig 2017Insgesamt galt es, bei diesen Bedingungen 30 Pfeile auf eine Distanz von 18 Metern zu schießen. Da die Schützen aber ganz unterschiedlichen Altersklassen (9 bis 59 Jahre) und Bogenklassen (Recurve und Compound) angehörten, war ein Vergleich untereinander nicht wirklich möglich. Zusätzlich wurde ein Vergleich durch die unterschiedlich großen Auflagen (20cm bis 60cm) erschwert.

Daher wurde ein ganz anderer Modus gewählt: Vor ein paar Monaten hat jeder Schütze bei der Vereinsmeisterschaft schon einmal auf die Distanz von 18 Metern geschossen. Mit diesem Vergleichswert musste sich nun jeder messen. Wer das besste Ergebnis im Verhältnis zu seinem eigenen Vereinsmeisterschaftsergebnis erzielt, der ist Sieger.

So fanden sich dann doch 14 Schützen aus Roth und von den befreundeten Bogenschützen aus Feucht ein. An Altersklassen war ein kompletter Querschnitt geboten: Schüler-B, Schüler-A, Jugend, Herren, Damen und Herren-Altersklasse waren vertreten.

Gewonnen hat dieses - nicht immer todernste - Turnier Frank Klaßmüller (SpVgg Roth), der immerhin 224% seines Vereinsmeisterschaftsergebnisses erringen konnte. Auf Platz 2 folgte Sabine Fünfgelder, diesmal nicht mit ihrem Compound-Bogen, sondern ganz unerwartet mit dem Recurve-Bogen. Sie erzielte stolze 118% vor Carl-Luca-Späth (SpVgg Roth), der noch 110% erreichen konnte.

Alle Teilnehmer erhielten als kleine Erinnerung eine kleine "Königsfigur" und eine Urkunde.

 

Die SpVgg-Roth bei der Gaumeisterschaft in SchwabachAm 20. November richtete die Bogen Abteilung der PFSG Schwabach wieder die diesjährige Gaumeisterschaft Halle aus. Wie in den letzten Jahren fand die Veranstaltung in der Sporthalle des Wolfram-von-Eschenbach Gymnasiums in Schwabach statt.

Die SpVgg trat mit insgesamt 14 Schützen an. Damit hatten wir mehr Schützen an der Schießlinie als jeder andere Verein im gesamten Gau Schwabach-Roth-Hilpoltstein. Wir stellen etwa ein Viertel der insgesamt 59 Schützen.

Am Ende erzielten wir folgende Ergebnisse:

Fynn Fehrenbach Schüler-B 341
Lukas Rascher Jugend 305
Lea Beck Jugend-w 314
Maximilian Hofer Junioren 376
Philipp Bauer Herren 465
Hans Kraetsch Herren 288
Roland Rascher Herren 285
Marcus Seitz Herren 377
Cornelia von Hardenberg Damen-AK 390
Horst Schmidt Herren-AK 404
Sabine Fünfgelder Damen-Compound 568
Oliver Fünfgelder Herren-AK-Compound 559
Gerhard Renner Herren-AK-Compound 540
Patrick Rock Jugend-Compound 498


Wir erreichten damit vier erste Plätze, drei zweite Plätze und zwei dritte Plätze. Das Gesamtergebnis findet man hier.

Mit diesen Ergebnissen konnten sich fünf Schützen für die am 10./11.12. in Feucht stattfindende Bezirksmeisterschaft  qualifiieren: Philipp Bauer, Patrick Rock, Sabine und Oliver Fünfgelder und Gerhard Renner. Herzlichen Glückwunsch.

 

Die Recurve-Vereinsmeister 2016/2017Am 25. September fand die diesjährige Vereinsmeisterschaft auf die Hallendistanz von 18 Metern statt. Seit jeher ist diese Meisterschaft der Abschluss der Freiluftsaison, weil es ab Oktober ja in die Halle geht. Gleichzeitig ist diese Meisterschaft auch de Qualifikation für die im November stattfindende Gab Meisterschaft. 

Für alle Neueinsteiger des Jahres 2016 ist diese Meisterschaft auch die erste Gelegenheit, an der sie in Wettkampatmosphäre zeigen können, was sie über den Sommer im Training gelernt haben.

Es gab eine Wertung für die Recurve-Schützen und separat eine für die Compounder.

Sieger bei den Recurve-Schützen war dieses Jahr Carl-Luca Späth mit 483 Ringen. Die Silbermedaille ging an Cornelia von Hardenberg mit 443 Ringen. Und den dritten Platz errang Maximilian Hofer mit 416 Ringen. Auch die Ränge 4-6 erhielten noch Urkunden und Präsente, die dieses Jahr wieder von der Firma Fünfgelder Bogensport gespendet wurden.

Strahlende Siegerin bei den Compoundern war Sabine Fünfgelder (561), vor Oliver Fünfgelder (544) und Gerhard Renner (515). Patrick Rock als Vertreter der Jugend-Klasse konnte 484 Ringe erreichen.

Die Gesamtergebnisse gibt es hier.

 

Die Bogen Abteilung der SpVgg Roth wächst und wächst. Durch die Einsteigerkurse kommen immer weitere neue Schützen hinzu. Und dies in allen Altersstufen. 

Bei der Gründung der Abteilung waren wir 28 Mitglieder. In nur 15 Monaten konnte die Abteilung mehr als 20 neue Mitglieder gewinnen. Im August war es dann soweit: das 50. Mitglied kam zu uns. Da dies ein weiterer Meilenstein für die Vereinsentwicklung ist, wurde dieser Moment auch gleich ein wenig gefeiert. Der 1. Vorsitzende der SpVgg Roth, Hans Günter Kraetsch, begrüßte Leo Ruppert als 50. Mitglied der Bogenabteilung. Beim Fototermin gab's dann auch gleich ein T-Shirt der Bogen Abteilung als Präsent. 

Deutsche Meisterschaft WA im Freien 2016Ende August hatte Sabine Fünfgelder ihren ersten Auftritt bei einer Deutschen Meisterschaft im Bogenschießen. Sie hatte sich durch ihre sehr guten Leistung bei der bayerischen Meisterschaft im Juli für die Teilnahme bei der am letzten August-Wochenende vom PSV München ausgerichteten Meisterschaft qualifiziert.

Diese Meisterschaft wurde an drei Tagen nacheinander ausgetragen, um die unterschiedlichen Wettkampf- und Altersklassen alle unter zu bringen. Für Sabine war der Start am Freitag um 8 Uhr am Morgen. Da sie schon am Vortag angereist war, stellte diese sehr frühe Startzeit kein wirkliches Problem dar. 

Sabine hatte in den vorhergehenden Wochen seit der bayerischen Meisterschaft versucht, eine optimale Vorbereitung für diesen Wettkampf zu finden. Mindestens viermal die Woche Training am Bogenplatz und noch weitere bis zu dreimal Ausgleichstraining im Fitness-Studio.

Dieses Pensum durchzuhalten, bedeutete eine beachtliche Anstrengung. Da sie wusste, dass sie mit ihrer Saisonleistung eigentlich eher am hinteren Leistungsende der Teilnehmerinnen liegen würde, war ihre Minimal-Zielsetzung "nur nicht letzte werden".

Schon beim Einschießen merkte man aber, dass dies nicht der Tag von Sabine werden würde. Sie machte einige Konzentrationsfehler und konnte die erste Runde mit nur 308 Ringen absolvieren. Bei der bayerischen Meisterschaft lag sie noch etwa 20 Ringe über diesem Ergebnis. Sie konnte sich im zweiten Durchgang zwar noch etwas steigern, aber an ihre Leistungen vom Juli kam sie bei Weitem nicht heran.

Sabine Fünfgelder bei der Deutschen Meisterschaft 2016So konnte sie insgesamt nur 619 Ringe erreichen. Trotz der Enttäuschung über dieses Ergebnis blieb aber doch noch etwas Positives: Sie hatte bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft trotz der für sie unbefriedigenden Leistung den 22. Platz errungen. Damit hatte sie wenigstens ihr Minimalziel erreicht. In den nächsten Wochen bleibt nun Zeit für die Analyse dieses Wettkampfes und die Vorbereitung der Hallensaison, die schon Ende September / Anfang Oktober beginnt.

Die Ergebnisse im Detail finden sich hier.